✂️ Are Vintage Sewing Patterns True to Size? A Guide to Vintage vs. Modern Fit

✂️ Sind Vintage-Nähmuster maßstabsgetreu? Ein Leitfaden für Vintage- vs. moderne Passform

Wenn Sie sich jemals in ein Vintage Schnittmuster verliebt haben, aber von der Größenangabe verwirrt waren, sind Sie nicht allein. Eine der häufigsten Fragen, die Vintage-Näherinnen stellen, ist:
"Sind Vintage Schnittmuster größengetreu?"

Die kurze Antwort? Nicht nach modernen Standards.
Aber keine Sorge — sobald Sie die Unterschiede verstehen, können Sie Vintage-Größen wie ein Profi navigieren.


🧵 Warum Vintage-Größen so anders sind

Die Größennormen haben sich im Laufe der Jahrzehnte entwickelt — und sie ergaben nicht immer Sinn.

  • Vor den 1970er Jahren: Waren die Größen von Frauenkleidung eher auf Proportionen als auf konsistente Maße basierend.

  • Nach den 1970er Jahren: Begann die Vanity-Größenvergabe, was zu großzügigeren Größenbezeichnungen führte (z. B. entspricht die heutige Größe 6 eher einer Größe 10 aus den 1970er Jahren).

  • Moderne Schnittmuster: Enthalten in der Regel Bewegungsfreiheit (zusätzlichen Raum für Bewegung), während viele Vintage Schnittmuster weniger eingebaute Bewegungsfreiheit haben, was zu einem enger geschnittenen Kleidungsstück führt, und deshalb geben wir immer die empfohlenen Stoffe an. Je nach Ihrem Nähniveau können Sie die Bewegungsfreiheit natürlich immer „abschätzen“, falls Sie sich entscheiden, einen alternativen Stoff zu wählen.

🔍 Eine Vintage-Größe 14 aus den 1950er Jahren passt typischerweise zu einem 32" Brustumfang — heute entspräche das eher einer modernen Größe 2 oder 4!


📏 Vergleichen Sie Körpermaße — nicht Größenangaben

Verwenden Sie immer Körpermaße anstelle der Größenangabe. 

Vintage-Größe Brustumfang (Zoll)
12 30  
14 32
16 34
18 36
20 38

 Tipp: Die meisten Vintage Schnittmuster geben die Maße von Brust, Taille und Hüfte auf dem Umschlag an. Verwenden Sie diese zur Bestimmung der Passform — nicht die gedruckte Größenangabe.


🪡 Vintage Fit = Schlanker, Strukturierter, Maßgeschneiderter Schnitt

Vintage-Kleidungsstücke waren typischerweise:

  • Strukturierter

  • Körpernaher Sitz

  • Für Unterwäsche entworfen (denk an Mieder, Unterröcke, strukturierte BHs)

Erwarte engere Armausschnitte, schmalere Schultern und weniger Bewegungsfreiheit in Taille und Hüften.


✂️ Wie man für eine bessere Passform anpasst

  1. Vergleiche deine Maße mit dem Schnittmusterumschlag
    Rate nicht — miss dich ehrlich und vergleiche.

  2. Mache ein Probeteil (Testkleidung)
    Besonders bei taillierten Kleidern ermöglicht ein Probeteil, die Passform zu testen und anzupassen, bevor du in den endgültigen Stoff schneidest.

  3. Verwende Schnittmuster-Gradierung oder Größenanpassungstechniken
    Lerne, ein Schnittmuster um ein oder zwei Größen „hoch“ oder „runter“ zu gradieren, mit Slash-and-Spread- oder Pivot-Methoden, wie hier gezeigt.

  4. Größen bei Bedarf mischen
    Wenn du zwischen den Größen liegst (z. B. Büste einer 14 und Hüften einer 18), kannst du die Linien für eine individuelle Passform verbinden.


🧺 Bonus-Tipp: Berücksichtige die Epoche

  • 1930er–40er: Für zierlichere Figuren und flachere Büsten entworfen

  • 1950er: Vollere Büste, tailliert — sehr Sanduhrförmig

  • 1960er: Jugendliche, gerade Silhouetten (oft mit weniger Hüftweite)

  • 1970er–80er: Variieren stark, mit mehr Bewegungsfreiheit im Laufe der Zeit


🧷 Abschließende Gedanken

Vintage Schnittmuster sind nach modernen Maßstäben nicht „größentreu“ — aber sie sind ihrer Zeit treu.
Mit ein paar Mess-Tricks und einem oder zwei Probeteilen kannst du ihren Charme entdecken und etwas wirklich Zeitloses nähen.

Und ja, die Größen für männer haben sich auch geändert! Genau wie bei den Frauen;))


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